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LEONI trotz Dividende ist erstmal die Luft raus 14.12.2010
Montega AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Hendrik Emrich, Analyst der Montega AG, stuft die LEONI-Aktie (ISIN DE0005408884 / WKN 540888) auf "halten" herab.
LEONI habe gestern ein missverständliches Zitat in der "FAZ" dementiert, wonach für das laufende Geschäftsjahr zwecks Abbaus der Verschuldung abermals keine Dividende ausgeschüttet werden solle. Vielmehr plane LEONI ein Drittel des Nettogewinns auszuschütten, was sich mit der Dividendenprognose der Analysten von 0,70 Euro decke. Insgesamt würden die Analysten keinen Anlass sehen, ihre Schätzungen zu verändern, die eine leichte Übererfüllung der Ziele (Umsatz 2010e (11e): 2,8 (3,0) Mrd. Euro, EBIT 2010: 120 Mio. Euro) unterstellen würden.
Nach Aussagen des Unternehmens laufe das vierte Quartal bislang sehr gut und auch die traditionell in der zweiten Dezemberhälfte beginnenden Weihnachtsferien vieler OEMs würden diesmal aufgrund des anhaltenden Automobilbooms extrem kurz ausfallen. Auch die Bestellmengen für Q1/2011 dürften sich auf hohem Niveau bewegen, so dass eine Anhebung der Umsatzguidance für 2011 nach Vorlage des JA im März möglich erscheine.
Neben der Top Line mache das Unternehmen auch auf der Ertragsseite große Fortschritte. So habe im Rahmen der nahezu abgeschlossenen Restrukturierung (mit Ausnahme der Tochtergesellschaft Kerpen) und der anhaltenden Verlagerung von Kapazitäten in Niedriglohnländer (Tunesien, Ukraine, Serbien etc.) die Gewinnschwelle auf ein Umsatzniveau von 2,1 Mrd. Euro gesenkt werden können. Die Dimension der Verbesserung zeige die Tatsache, dass LEONI bei etwa diesem Umsatzvolumen in 2009 aufgrund der höheren Fixkostenbelastung noch einen operativen Verlust von 116 Mio. Euro erzielt habe.
Wie bereits in den letzten Publikationen der Analysten erörtert, könnte die Outperformance der LEONI-Aktie in den letzten Monaten neben den operativen Verbesserungen auch auf den haussierenden Kupferpreis (aktuell 6.931 Euro je Tonne, +48% in den letzten zwölf Monaten) zurückzuführen sein, der rund 25% des Umsatzzuwachses ausmache. Während die Top Line von LEONI insofern von steigenden Kupfernotierungen profitiere, sei der Ergebniseffekt etwa neutral, da steigende Kupferpreise in der Regel an die Kunden weitergegeben würden. Insofern verwässere der Kupfereffekt die Margen leicht, was unter Umständen ein gewisses Enttäuschungspotenzial auf der Earnings-Seite für die Folgequartale beinhalte.
Auf Basis der aktuellen Bewertung (EV/EBIT 2011e: 8,4, EV/EBITDA: 5,1) würden die Analysten kein Kurspotenzial mehr für die LEONI-Aktie sehen und die Titel bei einem unveränderten Kursziel von 33 Euro auf "halten" herunterstufen. Angesichts der exzellenten Performance der Aktie würden sie Investoren zu Gewinnmitnahmen raten, zumal die Outperformance der Automotive-Aktien an der Börse für 2011 nicht fortzuschreiben sei, sondern gewisse Risiken zukünftig stärker in den Vordergrund rücken könnten (mögliche Abnahme der Dynamik in Emerging Markets, Zinserhöhung China, hohe Verschuldung etc.).
LEONIs Gewinnmomentum werde in den Folgejahren etwas abnehmen, da sich ein Großteil der Personalkapazitäten bereits in Niedriglohnländern befinde (knapp 90%) und auch die Produktivitätssteigerungen durch Restrukturierungen größtenteils vereinnahmt worden seien. Gleichzeitig würden die Cash Flows durch den Working Capital-Aufbau belastet.
Die Analysten der Montega AG stufen die LEONI-Aktie auf "halten" herunter. (Analyse vom 14.10.2010) (14.12.2010/ac/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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